SEO Google My Business 24.11.2019

Google My Business
Das eigene Unternehmensprofil in der Google-Suche optimieren
24.11.2019 So von 10.00 bis 17.00 Uhr
VHS Frankfurt Kurs 5410-21 Gebühr: 65,00 €
Workshop mit Ulla Schmitz und Andreas Mann
Noch 7 Plätze frei! (Stand: 2019-08-20)
https://vhs.frankfurt.de/de/portal#/search/detail/133759

Google My Business verdrängt Firmenwebsite

Ulla Schmitz: Google My BusinessDie Antwortmaschine Google schiebt sich mit dem »Local Pack«, den Fundstellen aus ihrem eigenen Branchenbuch, auf die vordersten Plätze der Suchergebnisse. So wird für viele Firmen ihr »Google My Business«-Profil wichtiger als ihre eigene Website und der Druck auf sie steigt, bei »Google Adwords« Anzeigen zu schalten und Dienstleistungen rund um die lokale Suche zu buchen.

[Anmerkung: Dieser Blogbeitrag sammelt Erfahrungen und Tipps zum »Google Local Pack« und zu Googles Bestrebungen, Werbung und Dienstleistungen rund um die lokale Suche zu verkaufen. Er ist die fortlaufend aktualisierte Online-Fassung eines Printbeitrags, der 2018 in der Fachzeitschrift »digit!« erschien.]

Print-Version dieses Blog-Beitrags
»Viele Berufsfotografen sind regional tätig und pflegen zwecks Kundengewinnung ihre lokale Suchmaschinensichtbarkeit. Warum sie dabei ›Google My Business‹ fürchten und lieben sollten, erklärt Webnanny Ulla Schmitz.«
kostenlose Leseprobe aus digit! 2018-01 (PDF, 1,6 MB)

#googlemybusiness Workshop

Unseren GMB-Workshop planen wir mit Zenkit


Mobile Suche und Lokal Pack

Um den Klimawandel zu verstehen, den Google in der Suchmaschinenlandschaft durchsetzen konnte, sind diese Zahlen und Fakten wichtig: Google ist die meistgenutzte Suchmaschine in Deutschland mit einem Marktanteil von mehr als 90 %. Suchanfragen werden inzwischen überwiegend mit einem mobilen Gerät durchgeführt, in der Regel mit einem Smartphone. Gut die Hälfte aller Suchanfragen hat einen lokalen Bezug.

Google berücksichtigt bei Antworten den Standort der Suchanfrage und zeigt automatisch Ergebnisse von Anbietern an, die sich in räumlicher Nähe zum Nutzer befinden. Die Sortierung der Ergebnislisten hat Google dabei radikal geändert. Statt wie früher mit Links zu Websites, versorgt Google den Nutzer jetzt vorrangig mit Antworten aus seinem eigenen Branchenverzeichnis »Google My Business«. Die organischen Suchergebnisse werden zweitrangig unterhalb des »Lokal Pack« gelistet, das ist ein Block aus drei »Google My Business«-Fundstellen.


Was ist Google My Business? GMB?

»Google My Business« (GMB) ist das kostenlose Branchenverzeichnis von Google. Google legt ungefragt für jedes Unternehmen ein Profil an und füllt diesen Datensatz mit Informationen auf vielerlei Quellen, zum Beispiel Bewertungsportalen, Social Media Profilen, Branchenbüchern, Verbandsverzeichnissen und Unternehmenswebsites. Auch Künstler, Autoren und sonstige Personen mit seriösem Webauftritt müssen damit rechnen, dass Google bereits hinter ihrem Rücken ein GMB-Dossier über sie angelegt hat und dieses prominent ausliefert.
https://www.google.com/intl/de_de/business/

»Google My Business« ist für alle Unternehmer relevant, die ihren Kunden eine Dienstleistung im lokalen oder regionalen Umfeld anbieten. Bei der Suche mit Google erfahren Kunden Informationen wie Öffnungszeiten, Rufnummer und Adresse einer Firma, ohne deren Website aufzurufen. Bei einer Sprachsuche mit einem Mobilgerät werden diese Informationen auch akustisch gegeben.
https://www.google.de/business

Ein GMB-Profil ist die Voraussetzung, um im »Local Pack« der Google-Suche und auf »Google Maps«, dem Kartendienst von Google, gefunden zu werden. Solch ein Firmeneintrag wird eingeblendet, wenn ein Nutzer bei Google oder Google Maps nach einem Geschäft oder einem Dienstleister sucht. Je nach Displayformat zeigt die Google-Fundstelle neben den elementaren Daten, die eine Kontaktaufnahme leicht machen – das sind der Firmenname, die Telefonnummer, ein Link zur Kartenansicht auf Google Maps und ein Link zur Firmenwebsite – auch Bewertungen, Fotos, Beiträge und weitere Informationen zur Firma an.

Jeder »Google My Business«-Eintrag ist mit dem Risiko verbunden, falsche und damit geschäftsschädliche Informationen zu verbreiten, da er ein automatisch erstelltes Sammelsurium aus undurchsichtigen Quellen ist. Als Gegenmittel bietet Google an, sich als Inhaber eines Firmeneintrags zu melden und sich von Google zur Bearbeitung des Dossiers autorisieren zu lassen. Mit anderen Worten: Man muss die Datenpflege in Googles Branchenbuch selber in die Hand nehmen, damit die Suchmaschine möglichst wenig falsche Tatsachen über die eigene Firma verbreitet!


Der Schlüssel: Google Adwords

Warum legt Google ungefragt und aggressiv Business-Dossiers von allen an, die geschäftsmäßig im Internet unterwegs sind, und spielt diese Daten vorrangig aus?

Weil sich auf diese Weise das Geschäft mit Anzeigen befeuern lässt!

Nur mit »Google Adwords«, dem Onlinewerbeprogramm von Google, kann man das Erscheinen der eigenen Website in der mobilen Suche direkt beeinflussen. In wettbewerbsreichen Branchen ist das Schalten von »Google Adwords«-Anzeigen das Mittel der Wahl, um im »Lokal Pack« gelistet zu werden.

Wer mit der Sprachsuche seines Smartphones auf Google.de nach „Fotoschulen in (Stadtname)“ sucht, wird in fast allen Fällen mit bezahlten Anzeigen bedient. Erst Scrollen führt auf Einträge, die nicht bezahlt wurden. Wer mit der Sprachsuche seines Smartphones auf Google Maps nach „Fotoschulen in (Stadtname)“ sucht, bekommt eine Reihe von GMB-Profilen angezeigt, angeführt von bezahlten Anzeigen.

Tutorial: Google My Business nutzen

Google preist sein Branchenbuch »Google My Business« an als wunderbares Angebot an die Geschäftswelt: »Mit einem kostenlosen Google-Eintrag neue Kunden gewinnen!« Ein Rechtsanspruch auf ein »Google My Business«-Profil besteht nicht, umgekehrt ist es kaum sinnvoll, sich gegen einen GMB-Eintrag im Google-Kosmos zu wehren.
Zahllose »Google My Business«-Profile existieren ohne Zutun der betroffenen Firmen, Institutionen oder Einzelpersonen und oftmals ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung. Erkennbar sind herrenlose Einträge auf »Google Maps« am Textlink »Als Inhaber eintragen«.

Für Firmen und Freiberufler ist schon viel gewonnen, wenn sie ihr von Google eigenmächtig erzeugtes Geschäftsprofile unter die eigene Kontrolle nehmen und dadurch wenigstens dafür sorgen können, dass keine falschen Daten auf den prominenten Suchmaschinen-Plätzen aufscheinen.

Das eigene »Google My Business«-Profil zu pflegen, ist nicht schwierig, kostet nur ein wenig Zeit und kann von jedem internetaffinen Laien erledigt werden. Viele Webagenturen bieten inzwischen die Pflege des GMB-Eintrags als Baustein einer umfassenden Webprojektbetreuung an. Das wird dann schnell sehr teuer.


GMB-Eintrag selber pflegen

Der Arbeitsweg sieht so aus: Zuerst muss man den eigenen »Google My Business«-Firmeneintrag auf Google Maps finden, die Inhaberschaft an diesem Eintrag beanspruchen und diese beweisen. Anschließend kann der bestätigte Inhaber (oder sein Beauftragter) das GMB-Dossier jederzeit bearbeiten und optimieren: Er kann Geschäftsinformationen wie Adresse und Öffnungszeiten eintragen, passende Kategorien auswählen, Bilder hinzufügen, Erwähnungen verwalten, Beiträge publizieren und die Erfolgsstatistik abrufen.

Vorsicht: In aller Regel hat Google schon einen Firmeneintrag angelegt. Bevor man einen neuen GMB-Eintrag vorschlägt, sollte man sehr sorgfältig recherchieren, ob es für diesen Standort nicht bereits einen Eintrag auf Google Maps gibt, sei es zur Firma, zur Person oder zu einer anderen Firma unter der gleichen Anschrift. Falls ja, sollte man zunächst versuchen, diesen zu übernehmen, denn parallel zu bestehenden Einträgen weitere Einträge anzulegen führt erfahrungsgemäß zu einem großen Durcheinander, bei dem man den unerforschlichen Prozeduren der Google-Dienste ausgeliefert ist.


Google-Konto und Inhaberschaft

Google-Konto anlegen: Die Gmail-Adresse ist der Schlüssel
Um einen »Google My Business«-Firmeneintrag verwalten zu können, benötigt sein Inhaber ein kostenloses Google-Mail-Konto. Existiert ein solches bereits im Zusammenhang zur Firmenwebsite für andere Google-Produkte wie »Google Analytics« und »Google Adwords«, kann man dieses Gmail-Konto nutzen. Ansonsten sollte man für jeden Firmen-Eintrag ein eigenes neues Gmail-Konto anlegen, das unabhängig von privaten Gmail-Profilen (Android-Smartphone, Youtube etc.) ist und somit die persönliche Datenschleppe nicht verlängert.

Ein separates Gmail-Konto pro Webprojekt erleichtert es auch, die Betreuung in die Hände eines Mitarbeiters oder einer Agentur zu legen. Alternativ kann der GMB-Inhaber andere Gmail-Konten als Administratoren zur Verwaltung eines Eintrags einladen. So können mehrere Personen einen GMB-Eintrag pflegen, ohne dass dazu persönliche Kontoinformationen geteilt werden müssen.
https://www.google.com/gmail

Am schnellsten bringt man die Registrierung als »Google My Business«-Inhaber hinter sich, wenn man sich den von Google verlangten Bestätigungscode nicht per Post zuschicken lässt, sondern sofort als SMS auf eine Mobilnummer, die mit dem Firmenstandort im GMB-Eintrag verknüpft ist. Auch die telefonische Ansage auf die Festnetznummer der Betriebsstätte ist möglich.

Übrigens: Sobald ein »Google My Business«-Eintrag bestätigt ist, erhält sein Inhaber Briefpost und E-Mails von Google mit der sanften Aufforderung, Werbung auf Google zu buchen.
https://www.google.de/intl/de/business

Zudem versendet Google monatliche Leistungsberichte.


Webwerker-Tipps für GMB-Power-User

GMB-App, Desktop-Browser und Sockenpuppen auf USB-Stick

Google My Business App
Mit der Google My Business App lassen sich Brancheneinträge bequem verwalten. Man kann Änderungen am Unternehmensprofil vornehmen, auf Bewertungen antworten und mit Nutzern kommunizieren, Fotos hochladen, neue Angebote erstellen und mehr.
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.vega&hl=de
https://itunes.apple.com/de/app/google-my-business/id853371601?mt=8

Google My Business auf dem Desktop
Die grundlegenden Arbeiten am eigenen »Google My Business«-Profil erledigt man am besten von einem Desktopbrowser aus, denn die mobilen Ansichten und Apps zeigen nicht alle Optionen an und manche Einstellungen können dort nicht vorgenommen werden.

Browser-Lesezeichen
Wer auf seinem Desktopbrowser Lesezeichen anlegt von allen wichtigen Log-ins und Profilansichten, findet im Gewirr der Google-Dienste schnell und sicher wieder zurück zu den richtigen Eingabemasken. In eingeloggtem Zustand macht es zum Beispiel einen Unterschied, ob man in seiner Funktion als »Owner« handelt oder in der Funktion des »Contributers« oder als »Local Guide«.

Google Chrome neben Firefox & Co
Verschiedene Desktop-Browser zu nutzen ist ein weiterer Weg, um den Unterschied zwischen User-Ansicht und Admin-Ansicht im Blick zu behalten.

Sockenpuppen auf USB-Stick
Wer mehrere GMB-Profile bewirtschaften muss, zum Beispiel im Kunden-Auftrag, sollte auf einem USB-Stick für jeden Google-Account einen eigenen portablen Google-Chrome-Browser installieren und darin die entsprechenden Zugangsdaten speichern. So bleiben alle Kunden schön übersichtlich von einander getrennt.
Heise-Download: Google Chrome Portable
https://www.heise.de/download/product/google-chrome-portable-57619


Dashboard und Datenkonsistenz

Der eingeloggte Inhaber sieht im übersichtlich gestalteten GMB-Dashboard alle Unternehmensinformationen. Er kann diese Einträge editieren und sie in der Vorschau so ansehen, wie sie in der Google-Suche und auf Google-Maps ausgeliefert werden.

Kontaktdaten
Alle Eintragungen wie Name, Anschrift und Telefon sollten penibel auf ihre Richtigkeit geprüft werden. Wichtig ist die einheitliche Schreibweise aller Firmendaten in möglichst allen Online-Fundstellen wie Firmenwebsite, Google My Business Profi, Xing und Brancheneinträgen, denn dies erhöht die Relevanz und das Ranking in den lokalen Suchergebnissen. Alle Adressdaten sollten insbesondere mit denen im Impressum der Firmenwebsite übereinstimmen, selbst die Schreibweise der Telefonnummern sollte identisch sein. (Google schlägt als Format für die Telefonnummer vor: +49 69 1234567).

Name
Der Eintrag im Feld »Name« wird Titel des My-Business-Eintrags. Der offizielle Firmenname wird hier so eingetragen, wie er im Website-Impressum, auf Firmendrucksachen und in Branchenverzeichnissen verwendet wird. Bei Einzelpersonen wie Journalisten oder Fotografen reichen Vorname und Zuname.

Kategorien und Label
Die Wahl der Kategorien ist sehr wichtig, da sich Suchanfragen überwiegend auf die Branche richten und nicht auf einen bestimmten Firmennamen. Google gibt hier eine Sammlung von Begriffen vor, die leider nicht alle Geschäftsfelder abdecken. Man wählt aus dieser Liste ein bis drei Kategorien, die möglichst gut zum Kerngeschäft und zum Inhalt der Firmenwebsite passen. Notfalls kann man eine gewünschte, aber fehlende Kategorie dadurch kompensieren, dass man sie als »Label« einträgt. Das Label wird in Google Maps gemeinsam mit dem Firmennamen angezeigt.

Profil: Was macht die Firma?
Kurze Beschreibung des Unternehmens und seiner Leistungen
Die Firmenbeschreibung kann maximal 750 Zeichen umfassen, Keywords und Name der Stadt sollten möglichst am Anfang des Textes stehen, da die 250 Zeichen in der Google-Suche angezeigt werden, der restliche Text erst nach Klicken.

Einzugsgebiet der Firma
Wer nicht am Sitz der Firma, sondern beim Kunden vor Ort arbeitet, zum Beispiel als Fotograf, Handwerker oder Berater, grenzt unter »Einzugsgebiet der Firma« mit dem Radius in Kilometern die Region ein, in der er für Kunden tätig wird.

Öffnungszeiten
Auch wer eine Firma ohne regelmäßigen Besucherverkehr betreibt, sollte unter »Öffnungszeiten« großzügige Zeitfenster angeben, um potenziellen Kunden Kontaktbereitschaft zu signalisieren.


Google My Business Fotos

Firmen können ihren GMB-Eintrag mit Fotos anreichern. Sie erzielen dadurch deutlich mehr Klicks auf Links zu ihren Websites und mehr Anfragen nach Wegbeschreibungen auf Google Maps als Unternehmen ohne Fotos im GMB-Profil. Ein attraktives Profilfoto und ein aussagekräftiges Hintergrundbild sollten Inhaber auf jeden Fall hochladen, denn sie spielen als visuelle Visitenkarte die wichtigste Rolle. Alle unter Google My Business veröffentlichten Fotos werden auch in anderen Google-Diensten ausgespielt, zum Beispiel in der Google-Bildersuche und im Google-Kalender.

Alle Fotos zu einem GMB-Eintrag sollten scharf sein und gut ausgeleuchtet die Realität wiedergeben. Die JPG-Dateien können in hoher Auflösung hochgeladen werden, da Google die Bilder automatisch auf die zur Suchanfrage passende Größe herunterrechnet. Das günstigste Bildformat für Fotos ist 4:3. Die Kernaussage sollte im Mittelpunkt des Bildes liegen, denn je nach Ausgabemedium werden Bilder beschnitten angezeigt.

In einem GMB-Profil werden auch Fotos angezeigt, die von fremden Nutzern zum Profil hochgeladen werden. Nicht immer sind fremde Bildbeiträge erfreulich.

Webwerker-Hinweis: Die richtige Google-App nutzen!
Desktop-Nutzer sollten sich vor dem Hochladen der Fotos vergewissern, dass sie im korrekten Funktionsbereich ihres Google-Accounts arbeiten, nämlich unter »My Business« im Dashboard des GMB-Profils, und nicht im Bereich »Google Maps«, denn dort hochgeladene Fotos gelten als Kundenfotos und nicht als Inhaberfotos.

Zwischen den zahlreichen Google-Diensten wechselt man als eingeloggter User über das Google-Apps-Grid rechts oben im Browserfenster. Der »My Business«-Button ist durch Scrollen weit unten in der aufgeklappten Menu-Auswahl erreichbar.

Wer sein GMB-Profil mit dem Smartphone bewirtschaftet, sollte entsprechend die Google-App »My Business« für den Bilder-Upload nutzen und nicht die Google-App »Google-Maps«.


Google My Business 360°-Fotografie

Google Business View 360

Als Ergänzung zum kostenlosen Dienst »Google Street View«, der 360-Grad-Ansichten aus der Straßenperspektive darstellt, bietet Google die kostenträchtige Option, das GMB-Profil mit einem 360-Grad-Rundgang durch die Geschäftsräume aufzuwerten. Google vermittelt dazu zertifizierte Fotografen, die im Auftrag des GMB-Inhabers eine virtuelle Tour in den Innenräumen eines Geschäfts erstellen. Eine Liste der für »Google Business View 360« zertifizierten Fotografen sowie detaillierte Informationen zu den technischen Voraussetzungen, die eine selbst gebastelte virtuelle Tour erfüllen muss, veröffentlicht Google unter:
https://www.google.com/streetview/hire

Andreas Mann: Virtuelle Rundgänge für jede Website
Business-Fotograf Andreas Mann beschäftigt sich intensiv mit 360°-Innenansichten und bietet seinen Kunden in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet virtuelle Rundgänge für das »Google My Business«-Profil und die Firmen-Website an.

Andreas Mann: »Der Suchmaschinen-Monopolist Google lädt alle Fotografen ein, 360°-Panoramafotos in Google Maps hochzuladen. Was mit ›Google Streetview‹ losging, fördert Google nun massiv auch für Innenräume. Virtuelle Rundgänge sind ein gutes Marketing-Instrument für die bessere Positionierung von Dienstleistungen im Web, ideal für Hotels, Restaurants, Arztpraxen und Museen.

360°-Innenansichten eignen sich besonders gut, um potentiellen Kunden die Möglichkeit zu geben, ein Unternehmen kennenzulernen. 360°-Fotos können in der Google-Suche und auf Google Maps angezeigt werden und in die Firmen-Website eingebettet werden.«

Andreas Mann: Sphärische Panoramen für Google
https://andreasmann.net/360-fotografie-frankfurt

Kunstkeller im Weingut Georg Müller Stiftung
Hattenheim im Rheingau

https://goo.gl/maps/mjAAkq5Uhgk

https://goo.gl/maps/Ltktqqyo88U2

https://plus.google.com/photos/photo/101590889780627640666/6623665393269232738

Praxis für Osteopathische Medizin Dr. R. Glück - Fotograf: Andreas Mann
Praxis für Osteopathische Medizin Dr. R. Glück – Fotograf: Andreas Mann

Praxis für Osteopathische Medizin Dr. R. Glück – Fotograf: Andreas Mann

Randnotiz: GMB und Bilder-SEO
Zum allgemeinen Thema »Suchmaschinenoptimierung für Bilder« ist viel zu finden, zur speziellen Frage, nach welchen Kriterien Google Fotos im »Google Local Pack« und in »Google My Business-Profilen« bevorzugt ausspielt, habe ich bislang keinerlei fachkundige Auskünfte aufstöbern können. (Stand: 2019-01-15)


Google My Business Rezensionen

Google sammelt ungefragt Bewertungen auf relevanten Branchenportalen, in allgemeinen Branchenverzeichnissen wie Gelbe Seiten oder Das Örtliche und sogar von Facebook-Business-Seiten und gibt diese »Citations« als Durchschnittsnote in der Google-Suche und auf Google Maps aus. Gute Gesamtnoten sowie positive Kundenrezensionen im GMB-Profil selbst steigern die Sichtbarkeit eines Unternehmens in den Google-Suchergebnissen. Positive Bewertungen verbessern das lokale Suchmaschinen-Ranking, schlechte Bewertungen schrecken potenzielle Käufer ab. Jeder GMB-Inhaber sollte daher seine Google-Rezensionen regelmäßig sichten und pflegen und auch seine Bewertungen auf anderen Portalen im Blick halten.

Google ermuntert GMB-Inhaber dazu, Kundenbewertungen aktiv zu sammeln und versendet zum Beispiel Willkommens-Kits mit »Bewerten Sie uns auf Google«-Sticker. Google löscht allerdings stillschweigend alle Rezensionen, die Werbung enthalten oder E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Links zu sozialen Medien oder Links zu anderen Websites. Unliebsame Kundenrezensionen von Google-Nutzern kann der Inhaber eines GMB-Eintrags nicht löschen, sie jedoch bei Google als unangemessen melden. Auf jede Rezension kann der Inhaber immerhin antworten und so zeigen, dass er das Feedback des Kunden schätzt und auf Kritik reagiert. Seine Antwort wird als öffentlicher Kommentar zur Rezension in der Google Suche und auf Google Maps erscheinen.

Hashtags in Google My Business Reviews
Google integriert Hashtags in Bewertungen bei Google Maps und Google My Business. Bis zu fünf Hashtags sind pro Review möglich. Diese können auch in alte Kommentare eingebunden werden.
Monsterspecht #Frankfurt #Kunst
https://goo.gl/maps/AJUZMMjfAd72


Google My Business Beiträge

Ein GMB-Inhaber kann seinen Firmeneintrag mit sogenannten Beiträgen angereichern. Ein Beitrag ist eine kleine Inhaltseinheit aus drei Elementen: ein kurzer Text, ein Foto und ein Aktionslink. Beiträge werden in der Google-Suche und auf Google Maps unter dem GBM-Profil angezeigt. Neue Beiträge sind schnell erstellt. Eine Vorschau erlaubt die Prüfung des neuen Beitrags, bevor er publiziert wird. Ein Beitrag kann jederzeit verändert und gelöscht werden.

Mit einem Beitrag können zum Beispiel Veranstaltungen, Aktionen, Produkte und Dienstleistungen beworben werden. Ein Call-to-Action-Button führt zur gewünschten Landing-Page. Termine werden mit Datum und Uhrzeiten für Beginn und Ende angezeigt. Wie viele Beiträge sinnvoll und möglich sind und wie lange ein Beitrag im GMB-Profil aktiv bleibt, darüber schweigt sich der Google-Support aus. Erfahrungsgemäß erlischt eine Veranstaltungsankündigung automatisch, sobald der Termin verstrichen ist.

Google-Hilfe zum Thema Beiträge
https://www.google.de/intl/de/business/how-it-works/posts/


Google My Business Website

Google bietet im GMB-Dashbord auch die Option, eine kostenlose One-Page-Website zu befüllen und online zu stellen. Dieses rudimentäre Angebot, das früher unter »Google Places für Unternehmen« oder »Google+Seiten für Unternehmen« firmierte und für mancherlei Verwirrung und Verdruss sorgte, sollte man links liegen lassen und nicht freischalten, denn diese One-Page-Website würde als weitere Fundstelle neben der offiziellen Firmenwebsite die Sucherergebnisse verspammen.


Google My Business Statistik

Google versendet monatliche Erfolgsmeldungen an die Google My Business-Inhaber, in denen die Wirkung ihres GMB-Profils beschrieben wird:
Anzahl Nutzer haben Sie auf Google gefunden
Anzahl Nutzer haben eine Wegbeschreibung angfordert
Anzahl Nutzer haben Ihre Website benutzt
Anzahl Nutzer haben Sie angerufen

Den vollständigen Bericht kann man im Dashboard des GMB-Accounts studieren. Aufschlussreich an dieser Erfolgsmessung ist vor allem das Verhältnis von direkten und indirekten Suchanfragen.
Direkte Suche: »Nutzer, die Ihren Eintrag durch eine Suche nach dem Namen oder der Adresse Ihres Unternehmens gefunden haben.«
Indirekte Suche: »Nutzer, die Ihren Eintrag bei der Suche nach einer Kategorie, einem Produkt oder einer Dienstleistung gefunden haben.«Erfolgsmessung mit dem Verhältnis von direkter und indirekter Suche auf Google.
Wo wird gesucht: Die Anzahl von Anfragen in der Google-Suche übersteigt die Anzahl von Suchanfragen auf Google Maps meist um ein Vielfaches.


Google My Business Check-up

Weil die Antwortmaschine Google die regionale Suche dominiert und auf mobilen Geräten kein Weg am »Lokal Pack« vorbeiführt, ist jede falsche Information im GMB-Firmeneintrag geschäftsschädlich. Auch wer seinen GMB-Firmeneintrag nicht aktiv bewirtschaftet, sollte die monatlichen Statistik-Mails von Google beachten und regelmäßig kontrollieren, ob alle Daten im eigenen Profil noch richtig sind, denn rund um »Google My Business« findet ein großes Hauen und Stechen statt.


Google My Business ist eine Kampfzone
Da gibt es Webagenturen, die ihr Whitelisting dazu ausnutzen, Firmenwebsite-Adressen ungeprüft zu verfälschen und die Klicks auf werbehaltige Domainparking-Plattformen umzuleiten, was ihnen Werbeeinnahmen einbringt.

Da gibt es unzufriedene Kunden, die unvorteilhafte Bilder zu Produkten oder Dienstleistungen hochladen oder überlaunig schlechte Bewertungen abgeben.
Da gibt es neidische Konkurrenten, Punkte sammelnde »Google Local Guides« sowie gewöhnliche Trolle, die eine Telefonnummer abändern und falsche Öffnungszeiten vorschlagen oder einen Ort als dauerhaft geschlossen melden.

Und nicht selten verschlimmbessert Google selbst aus undurchsichtigen Gründen einen Firmenbeitrag, verlegt zum Beispiel die Hausnummer, weil maschinell aus öffentlichen Datensammlungen abgegraste Datenprofile falsch miteinander verknüpft wurden.

Webwerker-Hinweis: Praxisnah kontrolliert man den eigenen GMB-Eintrag am besten mit einem Smartphone und probiert darauf aus, ob alle Touchs auf die verschiedenen Elemente des Profils zur jeweils gewünschten Aktion führen:

  • Löst ein Touch auf das Telefon-Symbol den Anruf zur eigenen Firmentelefonnummer aus?
  • Schreibt ein Touch auf das E-Mail-Symbol die korrekte E-Mail-Adresse an?
  • Führt ein Touch auf das Website-Symbol zur eigenen Firmenwebsite?
Bei der Firmen-Suche im Desktop-Browser zeigt Google Maps den GMB-Eintrag von Stefano Paterna in der linken Randspalte mit Kontaktdaten und Aktions-Symbolen.
Bei der Firmen-Suche im Desktop-Browser zeigt Google Maps den GMB-Eintrag von Stefano Paterna in der linken Randspalte mit Kontaktdaten und Aktions-Symbolen. Bei der Sprachsuche auf Google.de mit einem Smartphone drängt sich Google massiv vor: Der GMB-Eintrag von Stefano Paterna wird vor der Firmenwebsite angezeigt. Bei der Sprachsuche mit einem Smartphone auf Google Maps wird der GMB-Eintrag von Stefano Paterna angezeigt.

Kunden um Google-Bewertung bitten

Tipp: E-Mail mit Link, der direkt ins Bewertungsformular führt

Mit einer freundlichen Mail und einem Direktlink zur richtigen Position in der Google-Welt kann man zufriedene Kunden ermuntern, eine Bewertung bei Google-Maps zu hinterlassen.

Muster-Mail
»Kurz noch eine Frage bzw. Bitte: Es wäre toll, wenn Sie für unseren Service bei Google ebenfalls eine positive Bewertung abgeben, damit auch andere (potenzielle) Kunden von Ihrer guten Erfahrung profitieren. Sie können diese ganz einfach auf der folgenden Seite vornehmen:
https://search.google.com/local/writereview?placeid=ChIJTZSt0CQMvUcRdwfFDB651gU

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!
Beste Grüße und alles Gute
XYZ«

Google-Hilfe: Rezensionen und Bewertungen von Orten schreiben
https://support.google.com/maps/answer/6230175

Google Bewertungslink zusammensetzen
https://akzente4you.de/abfrage-der-places-id-fuer-google-maps
https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/examples/places-placeid-finder?hl=de

Alternative: Google Review Link Generator
Der Google-Review-Link-Generator erzeugt für jeden dort auffindbaren Firmennamen einen Direktlink zur Bewertungsoption im GMB-Profil der Firma.
https://supple.com.au/tools/google-review-link-generator

Beispiel: AJPI – Fotoinfo
http://search.google.com/local/writereview?placeid=ChIJTZSt0CQMvUcRlrkNUvn08PY
Als Kurzlink: https://goo.gl/Ckrjw1

Beispiel: Fotofeinkost Verlag
Wilhelm-Passavant-Straße 6, 65326 Aarbergen
https://goo.gl/maps/gYrE3G3KNCL2
Link to Review
http://search.google.com/local/writereview?placeid=ChIJ6aPs2VPPvUcRfj8HWDU4I4Y

Beispiel: Dr. Martina Mettner
Wilhelm-Passavant-Straße 6, 65326 Aarbergen (Taunus)
https://goo.gl/maps/7u7ejpkNLFU2
Link to Review
http://search.google.com/local/writereview?placeid=ChIJ4zgHyFPPvUcRH27HMcfOn38


Linkliste: Local SEO und GMB

Im letzten Jahr ist in Deutschland eine regelrechte GMB-Industrie entstanden und jede SEO-Agentur bietet GMB-Dienste an, oft verbunden mit einem GMB-Ratgeber zum Download.


Evergreen Media-Tutorials

Tipp: Youtube-Kanal von Evergreen Media abonnieren!

Im Herbst 2018 bin ich zufällig auf den Youtube-Kanal der SEO-Agentur Evergreen Media AR GmbH aus Innsbruck gestoßen und schaue mir seither begeistert jedes neue Video an: Alexander Rus verbreitet in seinen lebendigen Tutorials und Vorträgen kostenlos aktuelles SEO-Wissen, das auch für kleine Website-Betreiber umsetzbar ist.
https://www.youtube.com/user/4evergreenmedia

Evergreen Media Website
https://www.evergreenmedia.at

Evergreen Media GMB-Profil
https://goo.gl/maps/iW8vmSDx5Q92

Google My Business (23.05.2018)
Eintrag optimieren leicht gemacht
Evergreen Media AR GmbH 23.05.2018
https://www.youtube.com/watch?v=FJc5n46ag0I

Google My Business optimieren (26.07.2017)
In 3 Schritten Local SEO beherrschen
https://www.youtube.com/watch?v=AMkH9hEpxnI

Local SEO Landing Pages (04.04.2018)
Mit & ohne Adresse bei Google lokal ranken
https://www.youtube.com/watch?v=0Ugu4DdKUxE


Fundsachen zu Google My Business

Google My Business Login
Google My Business Login-Seite
https://business.google.com/locations

»Gefunden werden in Google Suche und Google Maps
Mit einem kostenlosen Google-Eintrag neue Kunden gewinnen
Ihr Eintrag wird eingeblendet, wenn Nutzer in Maps oder auf Google nach Ihrem Geschäft oder vergleichbaren Unternehmen suchen. In Google My Business können Sie Einträge unkompliziert erstellen, ändern und so ganz einfach potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen.«

https://www.google.de/intl/de/business


Google My Business Support

Google baut laufend seine Dienste um und verändert stillschweigend oder mit Ansage deren Optionen. Die umfangreichen historisch gewachsenen Google-Hilfetexte werden allerdings nicht zeitnah entsprechend angepaßt, so dass sich im Google-Support-Bereich auch nicht mehr zutreffende Anweisungen und Ratschläge finden.
Unser Rat: Einfach ausprobieren was geht, statt sich in den Tiefen der Google-Foren und Antworten-Bereiche zu verlieren, und im Zweifelsfall bei Local-SEO-Firmen nachschlagen, denn deren Geschäft besteht in der beständigen Anpassung an die neuen Erfordernisse für gutes Ranking in der marktbeherrschenden Such- und Antwortmaschine.
https://www.google.de/intl/de/business


Google My Business Advertisercommunity

Der halboffizielle Kummerkasten für alle, die mit GMB Probleme haben, wird von einigen Senioren dominiert, die das Forum zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben.
Stand: 2019-01-15
https://www.de.advertisercommunity.com/t5/Google-My-Business/ct-p/Google_My_Business


Google Local Guides

Google hat für Beiträge liefernde Benutzer ein Belohnungssystem ausgerollt, das in den USA schon intensiv für das lokale Online-Marketing genutzt wird. Für manchne Branchen bringen die Local Guides reichlich Reputation, Rezensionen und Fotos, etwa für Restaurants und Geschenkeläden.

»Bring dich auf Google Maps ein. Beim Google-Programm Local Guides wirst du dafür belohnt, mit Google Maps anderen deine Welt zu zeigen. Hilf Menschen, die interessantesten Orte in deiner Stadt zu finden, und sichere dir zugleich exklusive Vorteile. Sind die Öffnungszeiten falsch oder fehlt eine Telefonnummer? Aktualisiere die Informationen zu einem Ort – ein paarmal Tippen genügt.«
https://maps.google.com/localguides

More-Fire.com-Blog: Google Local Guides
https://www.more-fire.com/blog/google-local-guides


Falsche Auskunft zwecks Kundenfang

Die Firma »R23 – Ihre Digitalagentur für Virtual Reality und interaktive Markenerlebnisse« behauptet in ihrer Pressemitteilung vom 22.11.2018:

»Außerdem dürfen nur von Google zertifizierte Fotografen Aufnahmen für 360 Grad Touren machen.«
http://pressnetwork.de/virtuelle-rundgaenge-fuer-google-maps-von-r23/

Das ist natürlich barer Unfug! Erstens kann jedermann Aufnahmen machen (!), der das mag. Und zweitens und vor allem kann jeder Fotograf, dessen sphärische Panoramen die Qualitätsanforderungen von Google erfüllen, diese zu Google My Business-Profilen hochladen.

360°-Fotos müssen anspruchsvolle Zulassungskriterien hinsichtlich Bildqualität, Konnektivität und inhaltlicher Eignung erfüllen. Ab einer Veröffentlichung von 50 zulässigen Fotos kann ein Fotograf auf eine »Zertifizierung« von Google hoffen:

»Sobald du mindestens fünfzig 360°-Fotos veröffentlicht hast, solltest du in der Street View App nachsehen, ob du eine Einladung zur Vermarktung als zertifizierter Profi bei gleichzeitiger Teilnahme am Local Guides-Programm erhalten hast.«
https://www.google.de/intl/de/streetview/earn/


Kurs-Material: GMB Google My Business Profile

GMB-Profile mit Inhaber


GMB-Profile ohne Inhaber


GMB-Profile von Verkehrsgesellschaften

Schwarmintelligenz? Dienstleister, auf die Bürger angewiesen sind